06.07.2021

CoronaKrim: (Kriminal-) Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (65)

Die COVID-19-Pandemie 2020 hat einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlicht die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label CoronaKrim. Internationale Nachrichten und Informationen werden ebenfalls wöchentlich in englischer Sprache unter dem Label Corona Crime Issues im Rahmen der Daily Prevention News veröffentlicht. Eine Auflistung zentraler Informationsquellen zum gesamten Themenkomplex Coronavirus und COVID-19 veröffentlicht der DPT hier.

(65.1) Ho­he Schä­den durch Sub­ven­ti­ons­be­trug in der Pan­de­mie
Am 29.06.2021 hat das Bundeskriminalamt (BKA) das Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität veröffentlicht. Auch im Bereich der Wirtschaftskriminalität haben sich die kriminellen Akteure an die zahlreichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie angepasst und die neu entstandenen Möglichkeiten zur Tatbegehung genutzt. So lässt sich der Anstieg der Gesamtfallzahlen zum größten Teil auf die Entwicklung im Bereich des Subventionsbetrugs zurückführen. Das neue Phänomen der missbräuchlichen Beantragung bzw. Inanspruchnahme von sogenannten „Corona-Soforthilfen“ führte im Berichtsjahr 2020 zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen im Bereich des Subventionsbetrugs auf 7.585 Fälle (2019: 318 Fälle). Mit der Auszahlung von betrügerisch erlangten „Corona-Soforthilfen“ im Jahr 2020 ist ein Schaden von insgesamt 151,3 Millionen Euro entstanden. Quelle: BKA (EM)

(65.2) Sorge vor einem Corona-Herbst
"Die Corona-Pandemie lässt die Menschen nicht los: Die Mehrheit der Befragten befürchtet laut ARD-DeutschlandTrend steigende Infektionszahlen im Herbst. Damit einher geht die Sorge um die Entwicklung der Kinder." Quelle: Tagesschau (EM)

(65.3) Belasteten Kindern und Jugendlichen zusätzliche Unterstützung anbieten
Das Kabinett hat am 30. Juni über die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Denn auch wenn sie ein geringeres Risiko für schwere Krankheitsverläufe und damit bedingten Krankenhausaufnahmen durch das Coronavirus haben, belasten die Einschränkungen der Pandemie junge Menschen besonders stark. Das zeigen erste Studien und die Rückmeldungen von Fachkräften und Fachorganisationen. Quelle: BMFSFJ (EM)

(65.4) Corona sorgt für höheren Drogenkonsum
"Im Zuge der Corona-Pandemie verzeichnet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) eine wachsende Nachfrage nach Rauschmitteln. Vor allem Cannabis und andere beruhigende Substanzen seien deutlich häufiger konsumiert worden. So hätten von 77 abgefragten Staaten 42 Prozent einen Anstieg beim Cannabis-Missbrauch gemeldet. Die Auswirkungen der Krise dürften noch jahrelang zu spüren sein, hieß es." 
Quelle: UNODC (EM)

(65.5) Die COVID-Pandemie verschärft den Hunger weltweit 
"Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele Befürchtungen in Bezug auf die Zunahme von Hunger und Armut bestätigt. Analysen von internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen und der Weltbank zeigen drastische negative Auswirkungen auf die globalen Entwicklungsziele der Agenda 2030, insbesondere das Ende von Hunger und Armut. Sie wirft die Entwicklung um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurück." Quelle: Welthungerhilfe (EM)

(65.6) Mehr Geld, höherer Anreiz für Kriminelle – und weniger Kontrollen
"Der Gesundheitssektor ist nach Expertenmeinung besonders anfällig für Betrug und Korruption. Zur Bekämpfung der Pandemie wurden weitere Milliarden ins System gepumpt. Dabei ist aus dem Blick geraten, wie das Geld verwendet wird. Das kostet die Beitragszahler gewaltige Summen." Quelle: Welt (EM)

(65.7) Kinder- und Jugendgesundheit in Schulen (Schuljahr 2020/021
"Das Schuljahr 2020/2021 war überschattet von den mit der Pandemie einhergehenden Einschränkungen und Veränderungen des täglichen Lebens. Trotzdem konnten sich Schulen in dreizehn Bundesländern am Präventionsradar beteiligen und zahlreiche Klassen zur Teilnahme anmelden. Somit erwächst aus der fünften Welle des Präventionsradars die einmalige Chance, gesicherte Erkenntnisse zur Auswirkung der Corona‐Pandemie auf die junge Generation zu gewinnen. Seit dem Schuljahr 2016/2017 führen das IFT‐Nord und die DAK‐Gesundheit jährlich den Präventionsradar an Schulen in Deutschland durch. Die Ergebnisse der Studie unterstützen die Schulen in ihrer Präventionsarbeit, indem sie Informationen über gesundheitsrelevante Verhaltensweisen im Kindes‐ und Jugendalter liefern. Im Corona‐Schuljahr sind diese in besonderem Maße durch Schulschließungen und Folgemaßnahmen geprägt. Der Präventionsradar zeigt, wie sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid‐19‐Pandemie konkret auswirken. Die Studie offenbart, wie Schülerinnen und Schüler alternative Lehrformen wie Distanzlernen, Wechselunterricht und Schulschließungen bewerten. Und wie sie Präsenzunterricht wahrnehmen, wenn er unter strengen Auflagen wie das Tragen eines Mund‐Nasenschutzes und Abstandsregeln stattfindet." Quelle: Praeventionsradar.de (EM)

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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