19.07.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (222)

  • Europäischer Präventionspreis 2021
    Das Europäische Zentrum für Kriminalprävention (EUCPN - European Crime Prevention Network) hat den diesjährigen Aufruf zur Benennung von Projekten für den Europäischen Präventionspreis (ECPA - European Crime Prevention Award) 2021 zum Thema „Prävention von Mobbing und Gewalt unter Jugendlichen (both online and offline)“ veröffentlicht. Die Einreichungsfrist ist der 24. September 2021. Bewerbungen können über das Bundesinnenministerium, das Bundesjustizministerium bzw. die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention über die folgenden Postfächer eingereicht werden: 
    OeSI1@bmi.bund.de
    IIA6@bmjv.bund.de
    dfk@bmi.bund.de

  • Geschlechtsspezifische Gewalt kostet die EU jährlich 366 Milliarden Euro
    Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) schätzt die Kosten geschlechtsspezifischer Gewalt in der EU auf 366 Milliarden Euro pro Jahr. Gewalt gegen Frauen macht 79 % dieser Kosten aus, die sich auf 289 Milliarden Euro belaufen. In der neuen Studie des EIGE werden die unterschiedlichen Kosten geschlechtsspezifischer Gewalt aufgeschlüsselt, wobei die größten Kosten durch physische und emotionale Auswirkungen (56 %) verursacht werden, gefolgt von Strafjustizdiensten (21 %) und verlorener Wirtschaftsleistung (14 %). Andere Kosten können zivilrechtliche Dienste (zum Beispiel für Scheidungen und Sorgerechtsverfahren), Wohnbeihilfen und Kinderschutz umfassen.

  • Europäische Kommission schlägt Neuausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft in der EU vor, um Klimaziele zu erreichen
    Die Europäische Kommission hat am 14.07.2021 ein Paket von Vorschlägen angenommen, um die Politik der EU in den Bereichen Klima, Energie, Landnutzung, Verkehr und Steuern so zu gestalten, dass die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Das ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg Europas, bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu werden und den europäischen Grünen Deal zu verwirklichen.

  • Zahl registrierter Schutzsuchender im Jahr 2020 um 1 % gestiegen
    Zum Jahresende 2020 waren knapp 1,86 Millionen Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg die Zahl der im AZR registrierten Schutzsuchenden im Vergleich zum Vorjahr um 1 % beziehungsweise 18 000 Personen. Das war ein geringerer Anstieg als 2019 (+3 %) und der geringste Zuwachs seit 2011 (+0,5 %). Diese Entwicklung dürfte auch auf die Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zurückgehen. Schutzsuchende sind Ausländerinnen und Ausländer, die sich nach Angaben des AZR unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten. Im Jahr 2020 registrierte das AZR 68 000 eingereiste und 41 000 ausgereiste Schutzsuchende. Daraus ergibt sich eine Nettozuwanderung von 27 000 Personen. 2019 hatte die Nettozuwanderung noch bei 35 000 Personen gelegen. Damit verringerte sich die Nettozuwanderung von Schutzsuchenden im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 22 %. Mehr als die Hälfte der Ende 2020 im AZR registrierten Schutzsuchenden ist erstmals in den Jahren der erhöhten Fluchtmigration zwischen 2014 und 2016 nach Deutschland eingereist (54 %). 25 % der Schutzsuchenden kamen vor 2014 und 21 % nach 2016.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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