26.07.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (224)

  • www.klima-mensch-gesundheit.de: Die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze
    "Endlich Sommer! Die Sonne macht gute Laune, die Menschen sind viel an der frischen Luft und irgendwie geht alles leichter von der Hand. Bis zur ersten „Hitzewelle“, die sich bei vielen belastend auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirken kann. Verantwortlich für die Hitzebelastung sind heiße Tage mit hohen Lufttemperaturen ab 30 °C bei gleichzeitiger Windstille oder nur sehr schwachem Wind. Ihnen folgen häufig Tropennächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 °C fällt. Hält dieser Zustand mehrere Tage und Nächte an, sprechen wir von einer Hitzewelle."

  • Nationale Reserve Gesundheitsschutz: BBK wird nationales Kompetenzzentrum
    Das Bundeskabinett hat am 21.07.2021 den Bericht „Resilient gegen Krisen - Entwicklungs- und Implementierungsprozess der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz (NRGS) – erster Schritt einer umfassenden Vorsorgestrategie im Bevölkerungsschutz“ des Bundesministers für Gesundheit sowie des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat zur Kenntnis genommen. Darin wurde beschlossen, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zukünftig ein Nationales Kompetenzzentrum wird.

  • Armutsrisiko von Alleinerziehenden verharrt auf hohem Niveau
    Das Risiko, in Armut zu leben, ist für alleinerziehende Familien in Deutschland von allen Familienformen am höchsten: 43 Prozent der Ein-Eltern-Familien gelten als einkommensarm, während es bei den Paarfamilien mit einem Kind 9 Prozent, mit zwei Kindern 11 Prozent und mit drei Kindern 31 Prozent sind. Frauen sind in besonderer Weise davon betroffen, denn 88 Prozent der Alleinerziehenden sind Mütter. Zwar ist der Anteil der Alleinerziehenden, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II beziehen, seit 2015 zurückgegangen: in den westdeutschen Bundesländern von 36 auf 34 Prozent, im Osten sogar von 43 auf 33 Prozent. Das deutet darauf hin, dass politische Anstrengungen – wie die Reformen von Unterhaltsvorschuss und Kinderzuschlag – dazu beigetragen haben, alleinerziehende Familien aus dem SGB II-Bezug zu lösen. Trotzdem ist ihr Anteil unter den SGB II-Haushalten mit 34 Prozent fast fünfmal höher als bei Paarfamilien mit Kindern (7 Prozent). Wie die neue Studie "Alleinerziehende weiter unter Druck" von Anne Lenze (Hochschule Darmstadt) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt, ist das Risiko der Einkommensarmut für alleinerziehende Familien nicht gesunken, sondern verharrt auf hohem Niveau.

  • Bundesweite Stärkung der Evidenzbasierung von Präventionsmaßnahmen
    Communities that Care (CTC), eine Rahmenpräventionsstrategie, die seit 2018 durch die CTC-Transferstelle über den DPT-Deutschen Präventionstag interessierten Kommunen zur Verfügung gestellt wird, wird in Deutschland immer mehr nachgefragt. Die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) und der Deutsche Präventionstag (DPT) haben für den Zeitraum 2021 bis 2024 eine stärkere Kooperation unter Förderung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im Rahmen der CTC-Transferstelle gestartet. In dem Projekt „Bundesweite Stärkung der Evidenzbasierung von Präventionsmaßnahmen im Themenfeld Entwicklungsförderung und Gewaltprävention“ bildet die Verbreitung der CTC-Strategie im Bundesgebiet (u.a. mit Landesmultiplikator*innenschulung) einen wichtigen Baustein.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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