07.08.2021

Präventionspolitik (155)

Aktuelles aus dem Deutschen Bundestag:

  • Kinderzuschlag für rund 767.000 Kinder und Jugendliche
    (hib/CHE) Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, für die Kinderzuschlag gewährt wird, hat sich seit Februar 2021 deutlich erhöht. Wie aus einer Antwort (19/31796) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/31535) der Fraktion Die Linke hervorgeht, haben im Februar rund 685.000 und im Juni 2021 rund 767.000 Kinder und Jugendliche diesen Zuschlag erhalten. "Welche Folgen von der Covid-19-Pandemie auf die Verteilung der Einkommen ausgegangen sind und noch ausgehen werden, ist noch nicht absehbar. Die umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung zur Stützung der Einkommen dürften aber negative Effekte gemindert haben", schreibt die Regierung.

  • Zentrum für Antirassismusarbeit
    (hib/STO) Eine Auflistung der vom Bund seit 2015 geförderten Projekte des "Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit" (IDA) enthält die Antwort der Bundesregierung (19/31766) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/31536). Danach wurde beziehungsweise wird das IDA zudem im Rahmen einer infrastrukturellen Förderung nach den Richtlinien des Kinder- und Jugendplans in den Jahren 2015 bis einschließlich 2021 mit jährlichen Fördersummen zwischen gut 441.000 Euro und fast 539.000 Euro gefördert.

  • Aufklärung über psychische Erkrankungen
    (hib/PK) Die Bundesregierung will mit Aufklärung über Erkrankungen, Beratungs- und Therapiemöglichkeiten der Stigmatisierung psychisch kranker Menschen entgegenwirken. Die Maßnahmen würden bedarfsorientiert weiterentwickelt und zielgruppenspezifisch ergänzt, heißt es in der Antwort (19/31602) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/31250) der Grünen-Fraktion. Dabei würden auch die Bedarfe psychisch- und suchterkrankter Eltern und ihrer Kinder in den Blick genommen. Das Bundesgesundheitsministerium unterstütze seit vielen Jahren Verbände und Organisationen mit dem Ziel, über psychische Erkrankungen aufzuklären und vor Stigmatisierung und Ausgrenzung zu schützen, heißt es in der Antwort weiter.

  • Waldbericht 2021: Massive Schäden in Deutschlands Wäldern
    (hib/EIS) Die Folgen des Klimawandels haben in den vergangenen Jahren deutliche Spuren in Deutschlands Wäldern hinterlassen. Die starken Stürme in den Jahren 2017 und 2018, die extreme Dürre und Hitzewellen in den Jahren 2018 bis 2020 sowie die massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern haben zu massiven Waldschäden geführt, heißt es in einer Unterrichtung der Bundesregierung (19/31700) zum Waldbericht 2021. Demnach weisen nahezu alle Hauptbaumarten sogenannte Vitalitätseinbußen und Schadsymptome auf. Vor allem Fichten auf schlecht mit Wasser versorgten Standorten sterben großflächig ab. Auf Grundlage einer Länderabfrage mit Stand 31. Dezember 2020 sei von einer geschädigten Waldfläche von insgesamt 277.000 Hektar auszugehen, die wieder bewaldet werden müsse. Durch die zum Teil erheblichen Schäden seien in einigen Regionen die Waldbestände und damit wichtige Waldfunktionen, wie der Erhalt von Wasser- und Bodenschutz, aber auch die Klimaschutzwirkung und die Kohlenstoff-Senkenfunktion erheblich beeinträchtigt, heißt es weiter. Der Bericht bietet auf 57 Seiten einen Überblick über die Situation des Waldes in Deutschland, thematisiert die Waldschäden der Jahre 2017 bis 2021, führt die national getroffenen Maßnahmen zur Waldpolitik auf und stellt darüber hinaus die internationale und europäische Waldpolitik Deutschlands dar.

  • Informationen der Wissenschaftlichen Dienste (WD):

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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